Leserbrief: Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ schreibt der Wuppertaler Politik

TaeglichME



 Zum Thema „Forensik Kleine Höhe“ hat uns dieser öffentliche Brief der Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ an den Wuppertaler Rat und Oberbürgermeister erreicht:

„im Rahmen der durch den Rat der Stadt beabsichtigten Beschlussfassung zur Beauftragung eines B-Planverfahrens geben wir hier noch einmal eindringlich vor Beschlussfassung zu bedenken, dass das geplante Vorhaben, die Bebauung der Kleinen Höhe mit einer forensischen Klinik, weder dem Koalitionsbeschluss der Landesregierung 2010-2015 von NRW – SPD-Bündnis 90/Die Grünen gemäß den Prinzipien der „Allianz der Fläche“, noch den Grundsätzen der Angemessenheit entspricht, da hinreichend geeignete Brach-Flächen zum beabsichtigten Vorhaben zur Verfügung stehen. Unter anderem wird in der „Allianz der Fläche“ gefordert:
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Presseerklärung  der BI „Kleine Höhe“


Gespräch OB Herr Mucke „Planung einer Forensischen Klinik in Wuppertal“ 07.12.2015

Die BI „Kleine Höhe“ kämpft seit über 30 Jahren aus umwelt-, natur- und klimarelevanten Gründen  gegen eine Bebauung  dieser sensiblen Freifläche zwischen den Städten Wuppertal und Velbert.

Wesentliche Merkmale der Fläche sind:

    • letztes Brückenglied eines Freiflächenverbundsystems
    • typisch bergisches Kulturland landwirtschaftlicher Prägung
    • Kaltluftentstehungszone
    • Standort diverser geschützter Arten in Fauna und Flora
    • hochwertige Ackerböden
    • 6 Bäche haben hier ihre Quelle

Wesentliche Risiken für die teilflächige Bebauung sind:

    • wasserführende Dolinen im Untergrund
    • die Entwässerung und Erschließung der Fläche ist technisch problematisch und unkalkulierbar teuer
    • Oberflächenwasser und Versickerung werden nachhaltig beeinträchtigt – notwendige Kompensation ist ein enormer Kostenfaktor
    • die Abwasserregulierung setzt nicht vorhandene Kooperation der Anrainer und Nachbargemeinde voraus
    • die baugeologische Untersuchung der Region lässt auf unkalkulierbare Risiken bzgl. Standortsicherung von kompakten Gebäudekomplexen schließen
    • justiziable Missachtung des Verschlechterungsgebotes für Fließgewässer
    • erhöhte Kosten durch Eröffnung und notwendige Sicherung einer Altlast

Wesentliche Forderungen sind:

  • Kompletter Verzicht auf jegliche Initialbebauung (Forensik als Türöffner für weiteres Gewerbe)
  • Kompromisslose Einhaltung der Prinzipien der „Allianz der Fläche“ gemäß der Koalitionsvereinbarung 2010-2015 von NRW SPD – Bündnis 90/Die Grünen u.a.:

    1. Reduzierung des Flächenverbrauchs von über 20 ha/Tag auf mind. 5/ha/Tag bis 2020
    2. Vorrang des Flächenrecyclings
    3. Schonung naturnaher Flächen im Außenbereich
    4. Förderung der Innenentwicklung durch Wiedernutzung innerstädtischer Brachflächen
    5. Minimierung von Infrastrukturkosten durch Nutzung bereits vorhandener Erschließungseinrichtungen

  • Entwicklung eines neuen Raumplanungskonzeptes und unter Verzicht auf jegliche Gewerbeansiedlung
  • ggf. max. Bebauung der Fläche durch 1 Windrad zur Imageausrichtung der Stadt Wuppertal (Leuchtturmprojekt Wuppertal-aktiv „E-Mobilität“) und Förderung regionaler Energieversorgungskonzepte (Bürgerstrom)

Logo_TextKontakt: Bürgerinitiative „Kleine Höhe“
Tel.: 02053/422760
info@kleinehoehe.de

Forensik: Diakonie Aprath meldet sich zu Wort

Rundschau_60x52004.12.2015

Pfarrer Jörg Hohlweger: „Vertrauen auf eine konstruktive Lösung“

Forensik: Diakonie Aprath meldet sich zu Wort

Pfarrer Jörg Hohlweger: "Vertrauen auf eine konstruktive Lösung": Forensik: Diakonie Aprath meldet sich zu WortPfarrer Jörg Hohlweger. FOTO: Raina Seinsche

Wuppertal / Wülfrath. In einem offenen Brief hat der Vorstand der Bergischen Diakonie Aprath Stellung genommen zum möglichen Bau einer Forensischen Klinik auf dem Gebiet der Kleinen Höhe. Die Diakonie hatte zuvor selbst ein Gelände angeboten, die Verhandlungen mit dem Land NRW aber abgebrochen. Auch die Bürgerinitiative „Keine Forensik auf Lichtscheid“ liefert einen weiteren Diskussionsbeitrag.

 

Pfarrer Jörg Hohlweger, Theologischer Vorstand: „Seit über 100 Jahren leistet die Bergische Diakonie auf ihrem ausgedehnten Gelände in Wülfrath-Oberdüssel soziale Arbeit. In dieser Zeit ist ein großes, komplexes und vor allem leistungsfähiges Hilfesystem gewachsen. Unzählige Menschen haben hier Hilfe gefunden und finden sie täglich. Kinder und Jugendliche mit Erziehungsproblemen, psychisch kranke und behinderte Erwachsene sowie alte und pflegebedürftige Menschen nehmen die Angebote auf unserem Gelände in Oberdüssel in Anspruch.

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Forensik in Wuppertal stellt Diakonie vor neue Probleme

WZ_logo_90x60WZ-Newsline vom 01.12.2015
Von Uwe Reimann

Wülfrath. Die Kleine Höhe auf Wuppertaler Stadtgebiet soll es jetzt werden. Diese Standortentscheidung für die neue Forensik im Landgerichtsbezirk Wuppertal werden die Stadt und das Land NRW planerisch künftig absichern müssen. Zudem, und das ist die noch unangenehmere Aufgabe, werden sie das Projekt gegen eine sich wieder formierende Protestbewegung verteidigen und erklären müssen.

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Gegendarstellung zum WZ-Artikel WZ-Mobil auf der Kleinen Höhe, vom 27.11.2015

An die Lokalredaktion der WZ; 30.11.2015
Sehr geehrte Damen und Herren der Lokalredaktion Wuppertal,
in ihrem Artikel über das WZ-Mobil auf der Kleinen Höhe, veröffentlicht letzten Freitag, den 27.11. zitieren Sie mich mit dem Satz „Wir wollen uns konstruktiv in das von OB Mucke angekündigte Planungsverfahren einbringen“. Dies ist richtig, jedoch aus dem Zusammenhang gerissen irreführend. Voraussetzung dafür und wesentlich ist, daß vorher ein transparentes, auf sachlichen Kriterien aufgebautes und nachvollziehbares Standortauswahlverfahren durchgeführt wird unter Einbeziehung aller in Frage kommenden potentiellen Standorte. Dies ist offensichtlich bisher nicht geschehen. Damit fehlt der von OB Andreas Mucke angestrebten Vorgehensweise die erforderliche Grundlage.
Dies ist auch Aussage der Pressemitteilung der BI Kleine Höhe vom 26.11., die Herrn Friedemann Bräuer übergeben wurde.

FDP: Kleine Höhe als Gewerbegebiet!

njuuz 25.11.2015 16:38

NjuuzFDP-Fraktion: Kleine Höhe als Chance

Die Freien Demokraten im Rat der Stadt Wuppertal kritisieren die Entscheidung des Landes, die Forensik nach jahrelangen Verhandlungen und einem vollkommen intransparentem Verfahren jetzt doch in Wuppertal anzusiedeln.

im_Rat_der_Stadt_Wuppertal„Natürlich sind wir bereit, Verantwortung bei der Standortsuche für eine neue forensische Klinik zu übernehmen“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Alexander Schmidt. „Jedoch hätten wir uns gewünscht, dass nicht schon wieder Wuppertal eine weitere Last tragen muss. Das hätten angesichts der beiden bereits vorhandenen Justizvollzugsanstalten auch einmal andere Kommunen übernehmen können.“

Die nun von der Landesregierung als Standort in die Diskussion gebrachte Kleine Höhe ist bislang gemäß Flächennutzungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen. Schmidt: „Es wird also auf eine Entscheidung zwischen dem Standort Lichtscheid und der Kleinen Höhe hinauslaufen.“

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