Konfrontationskurs

Leserbrief

WZ, 10.03.2017

Die Bürgerinitiativen distanzieren sich klar von der Darstellung der WZ, dass die Bürgerinitiativen sich gegeneinander aufreiben. Daran hat niemand ein Interesse.
Der Vorstoß der BI’s an der Kleinen Höhe, ist schlicht die erneute Forderung nach politischer Transparenz der Verantwortlichen in Rat und Verwaltung.
Der Gedanke, die Standorte zu vergleichen, ist ein Hinweis, wie man es machen könnte.  Konfrontationskurs weiterlesen

Keine Forensik auf der Kleinen Höhe!

Leserbrief in der WZ vom 20.10.2016WZ_logo_90x60http://www.e-pages.dk/wzwuppertal/1188/

Zu: „Rat: Erster Schritt zu Wohngebiet Lichtscheid“

Die Stadt führt zur Zeit ein Bebauungsplanverfahren zur Errichtung einer forensischen Klinik auf dem Gebiet der „Kleinen Höhe“ im Wuppertaler Norden durch. Die Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ wendet sich mit guten Argumenten dagegen. Zwar ist die „Kleine Höhe“ als Gewerbegebiet ausgewiesen, die Stadt konnte dort jedoch aus verschiedenen Gründen nie Firmen oder Windkraftanlagen ansiedeln. Die „Kleine Höhe“ ist immer schon landwirtschaftlich genutzt worden und stellt eine ökologisch wertvolle grüne Freifläche zwischen Wuppertal und Velbert dar. Hier werden auf hochwertigen Ackerböden Lebensmittel für die Region erzeugt. Dort eine Bebauung oder eine Forensik anzusiedeln wäre ökologisch und städtebaulich ein großer Fehler. Keine Forensik auf der Kleinen Höhe! weiterlesen

Bebauung der kleinen Höhe – Stadtentwicklung a la Wuppertal

NJUUZ 23.02.2016
Njuuz

Polarisierende und kontrovers diskutierte Themen, wie der Bau einer Forensik, offenbaren schnell eine unsolidarische Debattenkultur, in der gerne undifferenziert bzw. nur aus der eigenen Perspektive argumentiert wird. Das Argument “Stadtentwicklung” wird dabei wenig hinterfragt.

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Leserbrief: Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ schreibt der Wuppertaler Politik

TaeglichME



 Zum Thema „Forensik Kleine Höhe“ hat uns dieser öffentliche Brief der Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ an den Wuppertaler Rat und Oberbürgermeister erreicht:

„im Rahmen der durch den Rat der Stadt beabsichtigten Beschlussfassung zur Beauftragung eines B-Planverfahrens geben wir hier noch einmal eindringlich vor Beschlussfassung zu bedenken, dass das geplante Vorhaben, die Bebauung der Kleinen Höhe mit einer forensischen Klinik, weder dem Koalitionsbeschluss der Landesregierung 2010-2015 von NRW – SPD-Bündnis 90/Die Grünen gemäß den Prinzipien der „Allianz der Fläche“, noch den Grundsätzen der Angemessenheit entspricht, da hinreichend geeignete Brach-Flächen zum beabsichtigten Vorhaben zur Verfügung stehen. Unter anderem wird in der „Allianz der Fläche“ gefordert:
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Kleine Höhe darf keine Gewerbefläche werden

WZ Donnerstag, 29. August 1991
Wuppertaler Leserbriefe/Sprockhövel

Zum Artikel von Michael Hartmann „Bei Gewerbeflächen mehr Mut beweisen“ vom 20. Juli

„Kröten statt Arbeit?“ Diese Frage stellt Herr Hartmann am 20. Juli in seinem Kom

mentar zur Klage des CDUVorsitzenden Hermann Josef Richter über die scheinbare Mutlosigkeit der Politiker und Politikerinnen, Entscheidungen zur Ausweisung von Gewerbeflächen zu treffen. Herr Richter führt in seiner Argumentation wieder das Thema Kleine Höhe ins Gespräch.

Die Kleine Höhe darf meiner Ansicht nach aus ökologischen Gründen nicht als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Dies beschloß auch der Rat der Stadt im Jahr 1984, sogar mit den Stimmen der CDU. Industriegebiete auf der „grünen Wiese“ auszuweisen, widerspricht solchen Erkenntnissen, wonach Wohnen und Arbeiten wieder näher zueinander gebracht werden müssen, um möglichst weite Wege – und damit den Kfz-Verkehr und die Ausweisung von Parkraum – einzusparen.

Benötigte Gewerbeflächen sollten durch die Wiedernutzung von Gewerbeflächen gedeckt werden. Ebenso muß die Industrie ermutigt werden, im Mehretagenbau zu arbeiten. Dies ist auch laut eines aktuellen Gutachtens für Wuppertal die billigere und umweltverträglichere Lösung. Daß moderne Arbeitsplätze eine optimale Anbindung an das

ÖPNV-Netz haben müssen, muß nicht besonders betont werden. Beides trägt jedoch zum sparsamen Umgang mit vorhandenen Gewerbeflächen bei.

Die Entwicklung darf auf keinen Fall dahingehen, daß, wie kürzlich von einem Wuppertaler Unternehmen geplant, pro Arbeitsplatz 300 Quadratmeter Fläche benötigt werden. Hier stimmen die Relationen nicht mehr! Rechnet

man solche Flächenbedürfnisse mit dem Faktor Zeit hoch, dann bauen wir tatsächlich bald die letzten „Krötenplätze“ zu.

Irmgard Wohlert
Mitglied für Die Grünen im Umweltausschuß

Wunden in die Wuppertaler Landschaft

WZ Samstag, 20. April 1985

Wuppertaler Leserbriefe

Die Nachricht von Uwe Herder, SPD-Mitglied des Landrates, über die neue Autobahn B 7n in Wuppertals Norden hat mir fast die Sprache verschlagen! Gemäß Uwe Herder ist diese Schnellstraße vom Bonner Verkehrsminister in die höchste Dringlichkeitsstufe eingeordnet worden. Die Trasse dieser Autobahn verläuft nach einer Planskizze des Fernstraßenneubauamtes aus dem Jahre 1972 vom Aprather Schloß über Oberdüssel, Triebelsheide, Unterrohleder, Dönberg, Horath, Deilbachtal nach Einern zur A 46.

Diese völlig überflüssige zweite Autobahn in Wuppertals Norden zerstört unwiderruflich wertvolle Natur und Landschaft. Die Bürger aller nördlichen Wuppertaler Wohnbezirke von Eckbusch, Katernberg, Uellendahl, Hatz

feld bis Wichlinghausen und Nächstebreck verlieren dann für immer ihre angestammten, und für die ganze Stadt Wuppertal so wichtigen Grünzonen und Naherholungsgebiete direkt vor ihrem Wohnumfeld.

Welche Wunden Autobahnen in die Landschaft schlagen, haben wir ja mit der Tragödie L418 in Wuppertals Süden direkt vor Augen! Und in Aprath und Wülfrath-Schlupkothen wird in diesen Tagen von Bulldozer breit und brutal die Trasse für die neue Autobahn EB 224 n mitten durch den herrlichen Buchenwald des Bölkumer Forstes geschlagen; direkt nördlich von Velbert baut man gerade ebenso rücksichtslos die „Dü Bo Do“ (Autobahn Düsseldorf-Bochum-Dortmund) quer durch wertvolle Naherholungsgebiete!

Wenn diese Autobahn B7n gebaut werden sollte, können wir den Slogan „Wuppertal, Großstadt im Kranz der grünen Berge“ endgültig vergessen. Außerdem wissen wir ja aus Erfahrung mit der A 46 nur zu gut, wie sich alsbald der Europäische Güterfernverkehr auf solche Straßen stürzen

wird. Ruhezonen wird es dann für breite Bevölkerungskreise unserer Stadt nicht mehr geben!

Doch sollten wir den Kopf nicht in den Sand stecken! Wenn sich alle Parteien im Stadtrat mit den betroffenen Bürgern einig und bereit zu kämpfen sind, kann dieser unseelige Straßenmoloch B 7n für immer verhindert werden.