Reese erweist SPD Bärendienst

WZ, 11. März 2019 S. 26, Wuppertaler Leserbriefe

Zu: Kleine Höhe: SPD kritisiert Grüne für Ablehnung

Den verbalen Angriff des SPD-Fraktionsführers auf die Grünen kann man nur als dreist, ja sogar als dummdreist bezeichnen. Denn Herr Reese versucht, die Wuppertaler Wähler für dumm zu verkaufen. Er macht eine Milchmädchenrechnung auf, indem er Zahlen gegeneinander aufrechnet, die man bei einem ökologischen System wie einer Landschaft (…) nicht einfach so rechnen kann. Denn bei einem Ökosystem wie der Kleinen Höhe (…) spielen noch eine Vielzahl an Faktoren für deren zukünftige, nachhaltige Entwicklung eine Rolle, die Herr Reese einfach übergeht und nicht berücksichtigt bei seinem politischen Vorgehen. Um eine Forensik herum müssen Mindestabstände eingehalten werden, die über das Forensikgelände hinausgehen, es müssen Ausgleichsflächen für den Artenschutz abgerechnet werden, die das landwirtschaftliche Gebiet weiter verringern und zum Teil nicht mehr wirtschaftlich machen können. Durch den Bau der Forensik und der dafür notwendigen Infrastruktur werden ökologische Zusammenhänge auseinandergerissen, wie zum Beispiel Biotope, die unwiederbringlich zerstört werden, ganz abgesehen davon, dass generell nicht sicher ist, ob die Ausgleichsflächen von den geschützten Tieren wie der Feldlerche überhaupt angenommen werden. Wenn nicht, sind auch diese Tiere für das ökologische Gleichgewicht (…) verloren. Originalartikel Reese erweist SPD Bärendienst weiterlesen

Beschluss zur Planung der Parkstraße als Gewerbefläche

NJUUZ 19.02.2019 20:44

Mal Klartext reden

https://kleinehoehe.de/eine-tolle-atmosphaere/ ©BI Kleine Höhe

Die Kleine Höhe, ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet, umgeben und durchzogen von Landschaftsschutzgebieten inmitten eines Grüngürtels zwischen Neviges und Wuppertal zu bebauen treibt Politiker um, seit es solche Pläne gibt. Seit über 50 Jahren!

Schon in den 80er Jahren setzte sich die Erkenntnis durch, dass ein Industriegebiet an der Kleinen Höhe aus ökologischen Gründen (1) abzulehnen sei. Doch die Geister des „Fortschritts durch Flächenversiegelung“ ließen nicht locker. Unzählige Anläufe, die einmal von Neviges erworbene Fläche doch noch irgendwie zu einem Geschäft zu machen, gab es viele.

Seit 2012 steht nun nicht mehr die Bebauung der Kleinen Höhe mit Industrie, Gewerbe oder Wohnbebauung auf der Tagesordnung, sondern eine Forensische Klinik. Mit dem Tag, als Düsseldorf einen landeseigenen Standort im südlichen Stadtgebiet Wuppertals auf dem Plan rief, begannen die Abwehraktionen der Wuppertaler Politik gegen diese Pläne. Wie es gerade passte, wurden Gründe ersonnen, warum es an diesen Standorten auf keinen Fall eine Forensische Klinik geben durfte. Hatte 2012 OB Jung noch mit der Begründung, „die Kleine Höhe sei der verträglichere Standort“, sich vor „seine“ Bürger auf den Südhöhen gestellt, und hatte man dann 2015 in den Anträgen noch von einer möglichen Wohnbebauung auf dem Grundstück des Landes gesprochen, so macht sich heute die Politik nicht einmal mehr die Mühe, Ihre Maßnahmen zu begründen, die diesmal dazu führen sollen, dass das landeseigene Grundstück erneut nicht zur Verfügung stehen darf und die Klinik ohne jegliche öffentliche Abwägung wieder nur an der Kleinen Höhe in Frage kommt.

Der von der FDP am 13.09.18 eingebrachte und von CDU, SPD und FDP am 14.02.2019 beschlossene Antrag „Grundsatzbeschluss gewerblich Nutzung Parkstraße/Erbschlö“ dient wieder nur dem Ziel, eine Forensische Klinik an dieser – und unwiderlegt für eine solche Klinik geeignete und bestens erschlossene Fläche – zu verhindern.

Begründet wird der Antrag mit dem Mangel an Gewerbeflächen, die zur Ansiedlung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und zur Generierung von Gewerbesteuermitteln für den städtischen Haushalt unverzichtbar seien.

Die wahren Gründe bleiben unbenannt. Die genannten Gründe werden in keinster Weise untermauert. Originalartikel  Beschluss zur Planung der Parkstraße als Gewerbefläche weiterlesen

700 Bürger demonstrieren gegen Bebauung der Kleinen Höhe

WAZ 11.02.2019

BÜRGERINITIATIVE
700 Bürger demonstrieren gegen Bebauung der Kleinen Höhe
Kathrin Melliwa

Wie ein leuchtender Lindwurm zogen rund 700 Bürger durch die Felder der Kleinen Höhe. Mit vielen Lampen und Lichtern markierten sie die Grenzlinie der hier geplanten Forensik. Foto: Carsten Klein

NEVIGES.   Mit vielen Lichtern demonstrieren Bürger gegen eine Bebauung der Kleinen Höhe. Die riesige Resonanz überrascht auch die Organisatoren.

Anna Mahlert, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative Kleine Höhe, ist tief beeindruckt: „Das war unglaublich. Damit hätte ich nie im Leben gerechnet, es hat ja den ganzen Tag geregnet und gestürmt.“ Was rund 700 Bürger nicht davon abhielt, tapfer Taschenlampe, Handy und batteriebetriebene Lichter zwischen die Schirme zu halten: Mit einer leuchtenden Menschenkette demonstrierten sie auf der Kleinen Höhe zwischen Neviges und Wuppertal gegen eine Bebauung des Grüngürtels. Der leuchtende Lindwurm entlang des Schanzenweges markierte eine Fläche von fünf Hektar: Hier will die Stadt Wuppertal Baurecht schaffen zur Errichtung einer Forensik für 150 psychisch kranke Straftäter.
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Wuppertaler bilden Lichterkette gegen geplante Forensik

WZ 10.02.2019

DEMONSTRATION:
Wuppertaler bilden Lichterkette gegen geplante Forensik

Die Teilnehmer bildeten eine leuchtende Menschenkette rund um das umstrittene Gebiet. ⇥Foto: Stefan Fries. Foto: Fries, Stefan (fri)

Wuppertal Mehr als 700 Menschen kamen – mit leuchtenden Regenschirmen und Mützen – um gegen die geplante Forensik in Wuppertal zu demonstrieren. Eine Bürgerinitiative hatte aufgerufen.

Von Markus Wessels

Leuchtende Regenschirme und Mützen, Taschenlampen und Traktoren säumten die Fläche, die nach Willen von Teilen der Stadtpolitik durch eine neue Forensik bebaut werden soll. Gisela Krischnak und ihre Mitstreiter von der Bürgerinitiative (BI) Kleine Höhe stehen schon lange vor Beginn der geplanten Fotoaktion auf dem durchnässten Wegen und weisen den Weg. Die Frage „Wo sollen wir uns hinstellen?“ werden sie an diesem Abend öfter beantworten. Mit heißem Punsch halten sie die Demonstranten bei Laune. Geplant hatte die BI einen Drohnenflug, der das Lichtermeer rund um die Fläche einfangen sollte. Dicht an dicht standen pünktlich um 18 Uhr alle paar Meter die Gegner der Bebauung, teilweise in Zweierreihen.

Stück für Stück verschwindet die Ackerfläche, klagt der Landwirt

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